Bayerische Schimpfwörter – Buchstabe F




Fackl, das [fàggl]Ferkel, Schmutzfink
fade Mollen, die [fà:demoin]langweilige, unfreundliche Frau
fade Nocke, die [fàdenoggà]dumme, eingebildete Frau
Fagge, das [fàgge]Ferkel, Schmutzfink
Faimzuzler, der [fmzu:zlà]1Bierdimpfel, Stammtischbruder
2
Kleinbürger, Spießer
Falott, der [fàlodd]Betrüger, Gauner, Lump
falscher Fuchzger, der [fåischàfuchzgà]einer, dem man nicht trauen kann; Betrüger; unaufrichtiger Mensch
falscher Hund, der [fåischàhund]gemeiner, hinterhältiger, verlogener Mensch (männl.)
Falschhauser, der [fåischhausà]Betrüger, Ganove, Gauner
Fechtbruder, der [fächbruàdà]Bettler, Landstreicher
Fegeisen, das [fe:gaisn]1bissiges, zänkisches Weib 2Frau, die ständig auf Vergnügungstour unterwegs ist
Feigen, die [faing]1schlechtes, liederliches Frauenzimmer 2derb für Vagina, Vulva
Fettel, die [fäddl]dickleibige, korpulente Frau
Fiesel, der [fi:sl]Lackaffe, Schönling, Stenz
Flaschen, die [flaschn]unfähiger Mensch, Versager (m/w)
Flitschen, die [fli:dschn]leichtlebiges, liederliches Mädchen/junge Frau; Flittchen
Flitscherl, das [fli:dschàl]leichtlebiges, liederliches Mädchen/junge Frau; Flittchen
Foamzuzler, der [fmzu:zlà]1Bierdimpfel, Stammtischbruder
2
Kleinbürger, Spießer
Fraisler, der [frslà]Schwätzer, Labertasche, Quatschkopf
Frecker, der [freggà]gemeiner, niederträchtiger Mensch; Schuft, Schurke, Verräter
Fregatten, die [frägàddn]aufgedackeltes, altes Frauenzimmer
Fretter, der [freddà]armer Schlucker; mittelloser, bedauernswerter Mensch, der sich mit Müh und Not durchbringt
Froasler, der [frslà]dummer Schwätzer, Laberer
Früchterl, das [frichdàll]Früchtchen, durchtriebener, ungeratener Jugendlicher, Taugenichts
Fud/Fut, die [fu:d]1liederliches Frauenzimmer
2derb für Vagina, Vulva


Zur Entspannung gibt es zwischendurch ein paar bayerische Witze

Einfühlsam…
Schwer schnaufend und total verschwitzt kommt ein norddeutscher Tourist im Münchner Haus auf der Zugspitze an. „Sie Ärmster, Sie miassn ja grennt sei wiar a Hirsch!“, meint die Bedienung. „Also bitte, was erlauben Sie sich? Ich bin kein Hirsch!“, raunzt sie der Gast an. „I hob ja bloß gmoant, weil S‘ schwitzn wiar a Sau!“

Ortskenntnis…
„Tschuidings, Herr Nachbar, mei Uhr is steh bliebn, kenna Sie mia sogn, ob des do obn der Mond oder d’Sonn is?“, fragt der Sepp einen Passanten, als er um halb eins in der Nacht sternhagelblau vom Wirtshaus heim torkelt. „Des woaß i ned“, lallt der andere, „i bin aa fremd da!“

Positionswechsel…
Der Lugge und der Kare füttern Tauben, als der Lugge meint: „Politiker san wia Taubn.“ „Wiaso?“ fragt der Kare. „Ja, ganz oafach“, sagt der Lugge, „solang’s unten san, fressn’s da aus da Hand; aber wenn’s drobn san, dann scheißn’s auf di!“

Zuversichtlich…
„Herr Dokta, in drei Wochn heirat‘ i wieder“, erzählt der 80-jährige Maier Simmerl ganz stolz seinem Arzt. „Gratulation! Derf i fragn wia oid die Glückliche is?“, antwortet der Mediziner. „Achtzehne, Herr Dokta!“ „Oh, oh, da miassn S‘ aber guad Obacht gebn, jegliche Anstrengung im Bett kann tödlich sei!“ „Mei“, sagt der Simmerl ganz ruhig, „wenn s‘ stirbt, dann stirbt s‘.“

Den Heiland als Vorbild…
Der alte Huber-Bauer liegt im Sterben. Als er merkt, dass es endgültig zu Ende geht, bittet er seine Frau: „Geh weida, hol an Burgermoaster und an Pfarrer!“ Als die beiden eintreffen bittet er sie, sich ans Kopfende seines Krankenbettes zu stellen, einer links, einer rechts. „Warum solln mir uns links und rechts von dir postiern?“ fragt der Bürgermeister. „Weil i sterbn wui wia unser Heiland.“ „Wie meinst du das, sterben wie der Heiland?“ fragt der Pfarrer. „Zwischen zwoa Verbrecher!“ flüstert der Huber-Bauer und haucht seinen Geist aus.

Hier gibt’s noch mehr bayerische Witze.

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